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Vorauswahl für Atom-Endlager steht Ende September bevor!

ÖDP: Granit im Bayerischen Wald ist ungeeignet

Die Suche nach einem Atom-Endlager wird konkreter: Schon Ende September wird nach Informationen der ÖDP die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bekannt geben, ob auch Standorte in Ostbayern wie der Saldenburger Granit in Erwägung gezogen werden. Diese Frage steht im Raum, seit in den 90er Jahren in einer Voruntersuchung die dortige Granitformation als untersuchungswert eingestuft wurde. Die ÖDP hält den Standort für ungeeignet.

Der niederbayerische ÖDP-Vorsitzende und Bezirksrat Urban Mangold glaubt nicht daran, "dass ausschließlich fachliche Aspekte über den Standort entscheiden, an dem die lebensbedrohenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters aufbewahrt werden". "Alles ist sehr undurchsichtig und wenig transparent. Ich befürchte, dass letztendlich politische Aspekte entscheiden. Man wird den Atommüll dort vergraben wollen, wo man den geringsten Widerstand erwartet". Deshalb will sich die ÖDP vor die Region stellen und den öffentlichen Widerspruch mobilisieren.

Der ehemalige ÖDP-Europaabgeordnete Prof. Dr. Klaus Buchner ist als Atomphysiker mit dem Thema vertraut und war auch bereits zu einem Informationsbesuch in der Region: Dass "der zerklüftete Saldenburger Granit mit seinen wasserführenden Schichten geologisch völlig ungeeignet ist", steht für ihn außer Frage. Buchner war schon auf zwei Atommüll-Endlagerkonferenzen in Braunschweig und Berlin und hält die Rückholbarkeit des Atommülls für "zwingend notwendig". In Gorleben seien beispielsweise eingelagerte Castor-Behälter schon verrostet, so Buchner. "Aus dem Auge, aus dem Sinn" wäre daher eine unverantwortbare Haltung gegenüber kommenden Generationen, meint Buchner, der sich bereits 2018 mit Martin Behringer von der BI gegen das Endlager Saldenburg zu einem Informationsgespräch im Landkreis Freyung-Grafenau getroffen hat.

"Dass uns der Irrweg der Atomwirtschaft und die völlig ungeklärte Entsorgungsfrage einholen wird, sagen wir seit Jahrzehnten. Die atomkraftbefürwortenden Parteien haben diese Gefahr verursacht", kritisiert auch ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold.


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